Migräne gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen und beeinträchtigt die Lebensqualität der Patienten deutlich. Es handelt sich nicht nur um eine gewöhnliche Kopfschmerzform. Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die starke pulsierende Schmerzen, Übelkeit, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit und in manchen Fällen auch Sehstörungen verursachen kann.
Viele Patienten leiden jahrelang unter Migräne, ohne die richtige Diagnose oder wirksame Behandlung zu erhalten. Die moderne Neurologie bietet heute jedoch mehrere Möglichkeiten, sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität der Migräneanfälle deutlich zu verringern.
Was ist Migräne?
Migräne ist eine chronische neurologische Erkrankung mit wiederkehrenden Kopfschmerzanfällen. Meist handelt es sich um pulsierende Schmerzen auf einer Seite des Kopfes, die mehrere Stunden bis mehrere Tage andauern können.
Migräne beeinträchtigt häufig das normale Funktionieren des Menschen – Arbeit, Schlaf, Konzentration und alltägliche Aktivitäten.
Manche Patienten haben Migräne nur gelegentlich, bei anderen kann sie in eine chronische Form mit häufigen Anfällen übergehen.
Was sind die häufigsten Symptome der Migräne?
Die Symptome der Migräne können sich von Patient zu Patient unterscheiden. Typisch sind:
- starke pulsierende Kopfschmerzen,
- Schmerzen auf einer Seite des Kopfes,
- Übelkeit oder Erbrechen,
- Licht- und Lärmempfindlichkeit,
- Verstärkung der Schmerzen bei Bewegung,
- Müdigkeit und Schwäche,
- Konzentrationsprobleme.
Bei manchen Patienten tritt auch eine sogenannte Migräneaura auf.
Was ist eine Migräneaura?
Die Migräneaura sind neurologische Symptome, die kurz vor dem eigentlichen Kopfschmerz auftreten.
Dazu gehören zum Beispiel:
- flackernde Lichter oder Ausfälle im Gesichtsfeld,
- Kribbeln im Gesicht oder in den Gliedmaßen,
- Sprachprobleme,
- Sehstörungen,
- Schwindel.
Die Aura dauert gewöhnlich 5 bis 60 Minuten, danach folgt der Migräneanfall.
Was verursacht Migräne?
Die genaue Ursache der Migräne ist nicht vollständig geklärt, doch Genetik, Nervensystem und Gefäßmechanismen spielen eine wichtige Rolle.
Migräne kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:
Stress und psychische Belastung
Eine der häufigsten Ursachen von Migräneanfällen.
Schlafmangel
Unregelmäßiger oder kurzer Schlaf kann das Migränerisiko erhöhen.
Hormonelle Veränderungen
Migräne tritt bei Frauen häufiger während der Menstruation, Schwangerschaft oder Menopause auf.
Bestimmte Lebensmittel und Alkohol
Alkohol, Rotwein, Schokolade, Koffein oder das Auslassen von Mahlzeiten können Auslöser sein.
Lange Arbeit am Computer
Augenbelastung und langes Schauen auf Bildschirme können Migräne verschlimmern. Wenn sich Ihre Beschwerden bei der Bildschirmarbeit verstärken, kann auch unser Artikel über digitale Augenbelastung hilfreich sein.
Wetterveränderungen
Manche Patienten reagieren auf Druck- oder Temperaturveränderungen.
Wie läuft eine neurologische Untersuchung bei Migräne ab?
Bei der Migränediagnostik ist es wichtig, andere Ursachen von Kopfschmerzen auszuschließen.
Die neurologische Untersuchung umfasst:
- ein ausführliches Gespräch über die Symptome,
- eine neurologische Untersuchung,
- die Beurteilung von Häufigkeit und Art der Schmerzen,
- die Auswertung möglicher Auslöser.
In manchen Fällen können zusätzlich notwendig sein:
- CT des Gehirns,
- MRT des Gehirns,
- Gefäßuntersuchungen,
- Labortests.
Moderne Behandlung der Migräne
Die Behandlung hängt von Häufigkeit und Intensität der Anfälle ab.
Schmerzmittel
Bei milderen Formen können gewöhnliche Analgetika oder entzündungshemmende Medikamente helfen.
Triptane
Spezielle Medikamente zur Behandlung eines Migräneanfalls.
Vorbeugende Migränebehandlung
Bei häufigen Migränen kann der Neurologe eine langfristige vorbeugende Behandlung empfehlen.
Zum Einsatz kommen zum Beispiel:
- Betablocker,
- Antiepileptika,
- Antidepressiva,
- biologische Migränetherapie.
Biologische Migränetherapie
Moderne biologische Therapie kann die Zahl der Migränetage bei Patienten mit chronischer Migräne deutlich senken.
Was hilft bei Migräne?
Patienten hilft oft:
- regelmäßiger Schlaf,
- ausreichende Flüssigkeitszufuhr,
- weniger Stress,
- regelmäßige Ernährung,
- weniger Alkohol,
- Pausen bei der Computerarbeit,
- das Beobachten von Auslösern.
Ein Migränetagebuch kann helfen, Faktoren zu erkennen, die Anfälle auslösen.
Wann sollte man einen Neurologen aufsuchen?
Eine neurologische Untersuchung empfehlen wir, wenn:
- Kopfschmerzen häufig oder stark sind,
- übliche Medikamente nicht helfen,
- Migräne das normale Leben einschränkt,
- neurologische Symptome auftreten,
- sich die Kopfschmerzen schrittweise verschlimmern,
- Migräne erstmals in höherem Alter auftritt.
Nicht jeder Kopfschmerz ist Migräne, deshalb ist eine fachärztliche Untersuchung wichtig.
Häufig gestellte Fragen zur Migräne
Wie lange dauert eine Migräne?
Ein Migräneanfall kann von einigen Stunden bis zu 72 Stunden dauern.
Ist Migräne erblich?
Ja, die Genetik spielt bei Migräne eine wichtige Rolle.
Kann Migräne Sehstörungen verursachen?
Ja, bei Migräne mit Aura können flackernde Lichter oder Ausfälle im Gesichtsfeld auftreten.
Kann Migräne vollständig geheilt werden?
Migräne gehört zu den chronischen Erkrankungen, aber die richtige Behandlung kann ihren Verlauf deutlich lindern.
Neurologische Ambulanz in Bratislava – Diagnostik und Behandlung der Migräne
In unserer neurologischen Ambulanz in Bratislava bieten wir fachärztliche Diagnostik und moderne Behandlung von Migräne und chronischen Kopfschmerzen.
Wir helfen Patienten, die Ursachen ihrer Beschwerden zu erkennen, eine passende Therapie einzustellen und die Lebensqualität bei Migräne zu verbessern.
Wenn Sie unter wiederkehrenden Kopfschmerzen oder Verdacht auf Migräne leiden, vereinbaren Sie eine neurologische Untersuchung.
